Durbatuluk : Erzähle, Baba Jaga

Atmospheric Black / Germany
(2022 - Self-Released / Harsh Production)
Saber mais

Letras


1. DIE DROHENDE NACHT

Eine Erzählung
So wahr, so falsch, so sonderbar
Ich war wachsam
Doch verstand nicht ein einziges Wort

Es war der Klang
Und die Dunkelheit
Die drohende Nacht

Erst später verstand ich
Von der Nacht geht kein Grauen aus
Nur die Angst vor dem Ungewiss’
Träume beschleichen meinen Geist

Nicht zu erklären
Sie hatten mich entführt
Wo der Nebel eine Welt erschafft
Und ein Blinzeln sie zerreißt

Der Augenblick
Zwischen dem Wach und dem Jetzt
Ich sehe nichts, jedoch…

Gefesselt und entführt von der Mär
Baba Jaga, erzähl mir mehr!


2. SEELENWANDERUNG

In diesem Mauerwerk wirkt das Licht so anders
Scheint die Sonne eher fahl
Wollt' ich doch nur sehen, ob die Erzählungen wahr sind

Kein Gespenst tut sich auf
Doch es scheint als greifen unsichtbare Hände aus den Wänden nach mir

Zweifellos liegt Trauer auf diesem Ort
Doch vermag ich nicht zu sehen

Ruheloser Schrat
Offenbare dich
Ich warte hier
Erwarte dich

Doch meine Augen blieben blind
für diese Anderswelt

War es nur ein Windhauch?
Bleiben Geschichten nun Märchen?
Werd' ich diesen Ort verlassen ohne jegliche Gewissheit?

Wo das Seelenspiel erzählt
Hat meine Suche keinen Platz
Wo Dinge keine Worte finden halten wir uns fern
Und wir hören zu

Als ich erwachte tanzten Feen um mich
Meine Sinne beinahe blind und taub
Wie in Ohnmacht

Zwischen kalten Wänden und verfallenen Dächern
Leichtfüßig wie Vögel
Anmutig wie Pfauen

Ich erwachte erneut
War nicht gewiss, was ich sah
Doch erzählen werde ich davon
Schreiben werde ich davon


3. HINAB

Versuchend, die Ranken des Efeus zu ergreifen
blickte ich in die bösen Augen des Riesen

Ich fiel mit meinem Weib
hinab in die Schlucht
Entlang der kalten Burgmauern
die bereits vom Grün erobert

Zorn kam aus dem Himmel
Feuer überkam sein Heim

Der Hüne stand in Flammen
Er war gefallen, so wie auch ich
So wie wir

Hatte ich sie befreit?
Wir schweben in den Tod
Befreiend und doch vernichtend
Gemeinsam, heiß wie ihr Blut

Wir fallen

Nur eine weiße Blume
erzählt von unserer Geschichte
Wie wir Hand in Hand
mit dem Grund verschmolzen


4. DIE KATHEDRALE DES TEUFELS

Eine Gestalt bat dem Pfarrer ihre Hilfe an
Meine Arme waren schwach
Demütig waren wir

Es taten sich Türme auf
Meine Ohren und Arme blieben taub

Mir war damals nicht bewusst
dass der Teufel uns're Kirche erbaute

Wir wussten nichts von dem Pakt
den der Priester mit dem Dunkeln eingegangen war

Ich hatte es gesehen, doch ich blieb schweigsam
Denn es war so leicht

Menschen gingen durch das Tor
Freunde gingen durch das Tor
Niemand kam zurück
Aus dem Haus, welches unser war

Jeder Stein war verdammt
Satans Geist lag über uns
Ich liebte meine Frau
und legte Steine

Und Kinder
Und Steine


5. СКВОЗЬ ДРЕМУЧИЙ ЛЕС

А сквозь леса дремучие и реки дикие коль пройдешь ты,
окропленная кровью, орошенная росой ядовитой, проклятая земля на пути твоем станет.
И не будет тебе спасения из болот бурлящих, что живым ковром стелятся.
А туманы сизые разум одурманят и тропами забытыми приведут к ней…

Сидит у костра старуха древняя, а в котле варево кипящее гнилью сладкой разит.
Не гляди в ее око дурное, а коль примешь угощения с руки ее костяной, так наевшись, историй ее не слушай и спать не ложись, ибо уснешь навечно…
Заплутает дух твой в долине усопших, а тело станет пищей для чудищ болотных, да зверей диких, что тайны леса хранят. И не услышит никто историй твоих, имени твоего не вспомнит. Не сходи с тропы намеченной. Не сходи с тропы.

Я бы стала босыми ногами на мягкий изумрудный мох, окунула бы руки в зеркальный источник,

но не взрасти мху там, где земля отравлена, не окунуть руки в воды мутные, Той, чья душа тело покинуло, а сердце сгнило, не познать счастья людского. Не взрастить жизнь новую. Я стерегу мир мертвых, я есть смерть


6. DIE HEXE

Verstoßen
Verheimlicht
Verneint
Vergessen

Ihr wusstet nicht von der Hex'
dort draußen im Forst
Ein zweites Mal vergessen
Zum zweiten Mal in den Wald

Pilz und Stein
Mein' Schwester und ich sind rein
Ast und Laub
Und der Wald wird uns zu eigen
Und das Laub wird uns zu eigen

Schwarze Fenster verschlingen Träume

Werden nun ein Teil davon
Unsere Welt wird zu Lettern
Die Hand der Hex' trägt mich fort

Der Schatten der Äste wird uns zu eigen
Spendet unserer Seele Ruh'

Der Schatten der Äste legt sich auf unseren Geist


7. UNSTERBLICHE MÄR

Das Wort ist sein Bogen
Gespannt mit Furcht und Freud'
Das Vergessen ist sein Feind
Wenn er auch das Leben scheut

Abermals denken wir
weit nach vorn
Abermals verlassen wir
einen Weg der recht war

Ein Stern zieht seine Bahn
Die Geschicht' wird getragen
Generationen lauschen
Der Geist verschmilzt mit der Mär

Das Wissen unserer Ahnen
erzählt durch Mythen und Sagen
Fortbestehend durch Worte
Bücher und Gedichte

Hexen, Geister, tausend Wesen (tausend Geschichten)
Leben durch sie weiter
Leben durch uns weiter

Aus dem Nebel den wir selbst erschufen
treten fremdartige Gedanken
Uns unbekannt und ungedacht
Es nimmt mich bei der Hand

Ich wage es nicht, durch den Dunst zu treten
Doch ein unbeschreibliches Dröhnen, ein Raunen
erklingt in meinen Ohren
Es genügt!

Jemand, dessen Körper ich teile
erwachte aus seinem Traum
In meinen Augen sah ich selbst
nur einen weißen, kalten Raum

Einen weißen, kalten Raum


8. ERZÄHLE, BABA JAGA

(Instrumental)

Ledras adicionadas por czeski21 - Modificar estas letras