
Todesstoß : Abwegnis 121

歌词
1. PANTHERWELLE
(Instrumental)
2. AUF ABWEGEN
Pfeile zerschneiden scharf die Luft.
Spitze Boten leisen Schicksals bringen
Kunde gebeugter Kraft!
Horst du ihn, den flinken Pfeil?
Siehst du meinen schmalen Boten?
Gejagte, sich send ihn rasch und leis.
Lahmende Ahnung wird nackt.
Entblosste Angst wird still. --
Wohl empfing dein Herz meine
elegante Gabe nicht.
3. DIE RITZERIN AM FROSCHTEICH
(Instrumental)
4. ZU SEHEN - ODER NICHT
- Flanieren mit Besonnenheit.
- Schaulauf mit Beklommenheit.
- Müßiggang mit Bitterkeit.
Sausende Verschwommenheit!
Bilderflut verwäscht!
Spießruten-Blicke markieren.
Augen stechen.
-- gewahren wenig --
Lider unterbrechen
illusorische Abzeichnung.
Befinde mich am blinden Fleck...
Ich bin nicht da.
Nicht für EUCH...
5. UNVERWESLICH UNSRE MINNE IST
Nicht unbehelligt zu sterben, ist begehrenswert
Peristaltisch zuckender Schattenkampf!
In Herzens Nest flüstert die grüne Eierschlange ohne Ton:
Lerne auch von mir!
Und sei's unbequem vom Tod zu lernen:
Sei eigner Lehrmeister Dir!
In astgeflochtner Ruhstätt' Todesweh'n klingt's an:
Unverweslich unsre Minne ist
Verzehret wird das Ei des Ich
Herzflutender Dotter nähret und stärket mich
Zum Nestkampfe, unverweslich, ewiglich
Das Herz muß
Flügge werden
Grundentsagend
Luftumspielt
6. VIELGESTALTGES LEBENSDING
Ich bin der Stein in Deinem Schuh
Der tosend' Lärm in Deiner Ruh
Dein Herz, es ist mein Nadelkissen
Dein' Schmerz mach ich zum Leckerbissen
Ich bin der schwarze Pfeil, der Dich erschießt
Das tote Blut, das aus Dir fließt
Nach der Ruh bin ich der Sturm
In Deinem Sarg kriech ich als Wurm
Dein Rachen ist die Nierenschale
Dein Hirn koch ich zum Henkersmahle
Facettenreich,
ein toller Streich
Denn namenlos bin ich geblieben!
Gestatten,
man ruft mich manchmal fälschlich --
Leben
7. DENKGEFÄß
Einstmals lachte ich in Stufen
Farben spreizend zu Spiralen und
Weiße Scheren schneiden in die Haut der Nacht
Auch Gott muß scheißen, so dacht
Ich's mir, muß man in Menschengassen rufen
Als Denkgefäß sitz ich hier
Nichts und niemand über mir
Samt diffizilen Seelenphasen
Und schlürfe Blut aus Blumenvasen
Meine Angst, die geht auf Reisen
Soll sie doch ein Bett verspeisen
Gedanken im Gehirn, der Landebahn,
Umkreisend, schleift sie fliegend Fang
Und Zahn
Einstmals lachten Stufen, zum Ich berufen
Schwärze spreizend zu dunklen Strudeln und
Löchernd Scheren schneiden in die Haut des Tags
Auch als Mensch muß man nicht sterben, so dacht
Ich mir, muß man in Göttergassen rufen
8. ROTKEHLCHEN
Ein schwindendes Licht verliert sich im Kullerschwarz der
Augenpaare
In der Deckung knickst der anmutige Individualist
Und stelzt allein im tiefen Dickicht
Vertrautheit ist Überbleibsel des Überlebenskampfs
Ausgetretene Pfade bieten mir den Wurm
Feierlich flötende Pfeiftöne schwängern die Luft
Der Dämmerung
Schwermütig perlen Tonreihen herab
Ein Trillern wird zum Glucksen
Das beharrliche Schnickern wird zum Todesjapsen
Meine Kehle pfeift
Aus meiner Kehle singt das Blut
Sollte ich "erithacus rubecula" sein?
