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Darkwave Electro-Indus Stillste Stund Ursprung Paradoxon
2001 - Alice In ...
Stillste Stund : Ursprung Paradoxon, chronique, tracklist, mp3, paroles

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Tracklist
1. Ursprung Paradoxon
2. Gambit
3. Mühle Mahlt
4. Grotesk
5. Wir Sind Energie
6. Nexus
7. Alice (Der Spiegeltanz)
8. Ebenholz, Schnee Und Blut
9. Leben Ist Nur Ein Traum
10. Unter Kreuzen
11. An Das Morgenlicht
12. Ursprung Paradoxon
13. Die Macht Der Stille

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1-URSPRUNG PARADOXON (intro orchestrale)

2-GAMBIT



Lass mich durch deine Lippen sprechen
Und Worte so gewaltig formen
Wie Lavaströme glühend aus der Tiefe hervorbrechen.
Und verliere ich auch einen Teil meiner selbst dabei in dir
So doch nur, um für die Zeit eines Lidschlags
Vollkommenheit zu erlangen


3-MÜHLE MAHLT



Manchmal mitten in der Nacht
Ruft uns der grimmig' Meister wach
Im toten Gang zu mahlen
Wortlos, willenlos ohne es zu hinterfragen.

Das Wasser schießt in den Mühlgraben ein.
Keiner spricht ein Wort. (Kein Wort)
Ächzend beginnt sich das Rad zu drehen,
Dann fort und fort und immer fort.

Unentwegt dreht sich das Mühlenrad.
Und die Mühle mahlt.
Und die Mühle mahlt.

In dieser Nacht, weit ab vom Mühlenstein,
Ziehen wir den Kreis um uns, um unbedacht zu sein.
Mit reinem Herzen geb' ich das Versprechen,
Dich in der Mühle freizubitten, so den Bann zu brechen.
Unter einem Dutzend Raben würd ich dich erkennen,
Würd deine Liebe spüren, könnt dich beim Namen nennen.

Doch in dieser Nacht, im Mondenschein:
Besser ziehen wir den Kreidekreis um unbedacht vom Meister zu sein.

Meister, bitte sage mir,
Warum riefst du mich zu dir? (In der Nacht. Es ist so kalt)
Elf Raben hier die Flügel schlagen.
Deine Fragen mich im Traum schon plagen.
So schreibt uns der Koraktor vor.

Denn eine Jungfrau kam dich freizubitten.
Hat dich erkannt aus all den Raben.
Dies soll deine letzte Prüfung sein
Und die letzte all meiner Fragen:
Was bestimmt den Weltenlauf?


4-GROTESK



Die Zeit treibt davon
Wie Wüstensand, im Wüstensturm.
Sandkörner auf der Haut
Wie Nadeln - nichts hält sie auf!

Die Nächte, so kalt
Und wir ganz allein.
Gefangen im Netz der Zeit,
In ihrer Unermesslichkeit!

Schwer beladen treiben wir unsere Kamele
durch die unwegsamen Sandhügel
der Wüste unserer grotesken Existenz.
Viele haben zu früh resigniert
oder sich mit einem Lager an einer kleinen
unbedeutenden Oase zufriedengegeben.

Wir jedoch müssen weiter.
Weiter auf dem Weg dem in der Hitze
flimmernden Horizont entgegen.
Im Wettlauf mit der Zeit.

Sind wir Teil der Schöpfung
Eines alten, senilen Greises?
Oder gar ein Zufall? Ein Unfall?

Grotesk!


5-WIR SIND ENERGIE



Jeder Funke vermag ein Feuer zu entfachen
Jeder Gedanke bewegt ein Atom

Und wieder treiben Gedanken
In die Unendlichkeit
In tausende von Welten,
Weit ab von Raum und Zeit

Schließe deine Augen und sieh:
Kein Fleisch, kein Blut - wir sind Energie

Jede Begebenheit in dieser scheinbar realen Welt
Ist doch nur der Schatten von etwas größerem.
Stets geht ein Verlangen voraus,
Ein Gedanke, der bestrebt ist,
sich selbst in eine bleibende Form zu bringen.

Wie die Kontinentalplatten, so driften unsere Gedanken.
Viele Bewegungen bleiben unbemerkt, einige sind wie ein Beben.
Denn jeder Gedanke vermag zu betören und zu zerstören,
Vermag Welten in Staub und Asche zu legen.


6-NEXUS



Etwas liegt in den Sternen,
Dem unser Herz gehört.
Ein Traum, der unsere Sehnsucht weckt,
Uns mit seinem Kuss betört.

Es scheint uns so weltfremd,
In die Stille eingeweiht:
Der Schlüssel zur Erkenntnis
Auf dem Grund der Einsamkeit.

Lass deine Träume schweifen!
Lerne sie zu begreifen!
Nein, nein, du mußt nicht bleiben:
Lass dich zu den Sternen treiben!

Dieses Wasser reicht so tief
Die Strömung lenkt das Schiff der Welt.
Verborgen für den Reisenden,
Dem es besser unter Deck gefällt

Doch das Leben: ein weites Meer,
Das uns allen gehört.
In seinem Glanz spiegeln sich die Sterne,
Denen unser Herz gebührt.


7-ALICE (DER SPIEGELTANZ)



Eigentlich hätte Alice längst schlafen sollen, doch in dieser Nacht glaubte sie
eine Stimme ihren Namen rufen gehört zu haben. So stand sie also auf und wandelte barfuß durch das dunkle Haus ...

Sie fand sich vor einem bemerkenswerten Spiegel wieder, mit einem riesigen, zerschrammten Rahmen, der sich eindrucksvoll vor ihr in die Höhe reckte. In dem Mondlicht erinnerten seine Verzierungen an alte knorrige Finger, welche die Spiegelkanten zu umklammen schienen.

Jeden hätt' es wohl erschreckt,
Hätt' er wie sie in den Spiegel geblickt
Denn tief im Dunkel, wurd sie gewahr
einer blassen Gestalt, die sie starr ansah

Komm tanz mit mir in die Spiegelwelt
Komm tanz mit mir bis der Vorhang fällt
Es gibt keine Schatten in einer Welt ohne Licht
Komm tanz mit mir bis der Spiegel bricht!

Sie wollte sich abwenden, wegrennen, doch sie war wie gelähmt. Ihr Mund öffnete sich, doch die Kehle wie zugeschnürt drang kein Laut über ihre Lippen. Sie fühlte sich wie in einem Alptraum und ihre weit aufgerissenen Augen waren nicht in der Lage, sie wachzublinzeln.

Eine Stimme im Kopf, das Mondlicht im Haar
Vor Angst wie versteinert im Geiste sie war
Doch des Mädchens Körper, apathisch und stumm,
fing an sich zu drehen, herum und herum

Wieder und wieder, herum und herum!

Am Morgen wird man das Mädchen im ganzen Haus suchen, vergeblich nach ihr rufen. Denn in seinem Nachthemd, von Blut entsetzlich rot, wird man es schließlich inmitten von Spiegelscherben liegend finden - tot!


8-EBENHOLZ, SCHNEE & BLUT



Verstümmelt sind die Flügel,
die einst ihre Seele emportrugen.
Verbrann, wie die einer Motte im Kerzenlicht.
Nun beginnt sanftes Schwarz sie zu umhüllen,
hervorgebrochen aus den Abgründen der Verdrängung.

Nur ein Schimmer, wie der einer ersterbenden Flamme, bleibt.
Ein trüber Lichtblick, der sie mit dem Versprechen eines erneuten Entfachens aus den Tiefen der Dunkelheit hervorzulocken versucht.
Doch der Schmerz blendet schließlich alles aus.

Ihr Haar - so schwarz
Eine Dornenkrone es bekam
Die Haut - so weiss
Gezeichnet von dem Kreuzgang
Ihr Mund - so rot
Ein Schrei durch ihre Lippen drang
"Du wirst nie mehr lachen!",
Das Blut in ihren Ohren sang

Zusammengekrümmt kauert sie in einer dunklen Ecke auf dem Boden
Die Beine von den Armen umschlossen, dicht an den Oberkörper gezogen.
Ein kalter Windzug streicht über ihre zerschundene Haut -
und durch die verborgensten Gänge ihrer Seele.
Die Bilder in ihren Augen fangen an zu verschwimmen.
All ihre Tränen werden Perlen sein,
eingeschlossen in das erschöpfte Herz.

Wundes Herz.
Körper schmerzt.
Seele zerstört.
Niemand hat ihre Schreie gehört ...

Wir werden geboren,
Wir leiden,
Wir sterben
Von Dauer ist unser Dasein nicht!

Denn all unsere Morgen werden gestern sein,
Und auch der mächtigste Spiegel zerbricht!


9-LEBEN IST NUR EIN TRAUM



Ich habe einmal fest geglaubt,
Der Regen könnte mich reinwaschen
Von diesem Gift auf meiner Haut.
Doch er vermag es nicht

So dringt es weiter unmerklich fein
Durch jede einzelne Pore
In meinen Körper, meine wunde Seele ein,
Vertrübt mir das letzte klare Bild

Wohin treiben die Gedanken?
Rastlos sie durch das taube Fleisch ziehen
Sich nur um eine Hoffnung rankend:
Zu erwachen und so der Starre zu entfliehen.

Komm, küss mich wach, ich bin längst bereit!
Dies ist der Trost, der mir noch bleibt:
Leben ist nur ein Traum.
Leben ist nur ein Traum,
(Schmerz nur) eine Illusion.

Alles Leben scheint ohne Sinn
Und selbst der Schnitt in das taube Fleisch
Hat keine Bedeutung für die kranke Welt,
Deren zitternde Seele selbst um ihr Ende fleht

Du liebst es, uns nah zu sein,
Um uns leiden und vor Schmerzen gebeugt zu sehen
Sag mir wie oft, wie oft wirst du noch
Uns treiben von Tod zu Geburt

Ich habe einmal fest geglaubt,
Die Zeit könnte diese Wunden heilen
Die das Gift beigefügt hat meiner Haut
Doch eher vermag es ein Traum

So träumte ich einst, ich würde erwachen
Und läge tot in einem Wald
Regentropfen fielen auf meine starren Augen
und schienen sich etwas zuzuzischen:

Er schläft nicht.
Sein Herz ist kalt...

Und der Körper wird zur Narbe deiner Seele


10-UNTER KREUZEN



Einmal traf ich ihren Gott,
Und er sah müde und verbraucht aus.
Speichel lief aus seinem Mundwinkel
Und er war nicht in der Lage,
seine wirren Gedanken zu artikulieren.

Und ich sprach: Herr, ich habe gesündigt!
Ich habe die schönste Blume aus deinem Garten gestohlen
und ihr den Kopf abgetrennt.
Und der Herr sprach, wenn auch nur undeutlich:
Lösch mich aus!

Kürzlich las ich in ihrem Buch.
Und ich wünscht, ich hätt es nie getan
Geschichten voller Gewalt und Blut,
Bauernfängerei und Größenwahn!

Morgens töten, abends beten
Menschenrechte mit Füssen treten
Krieg, Kirche, Korruption
Sind die Säulen der Religionen

Wir sind Endzeit
Wir sind bereit
Wie ein Feuer in das Herz dir zu scheinen

Wir sind Endzeit
Wir sind bereit
Denn die Zeit ist reif, selbst ein Gott zu sein!

Vom Wein ihrer Lügen wirst du benommen,
Sobald deine Lippen den Kelch nur berühren
Lass dich von ihren Versprechen verführn,
Willst du in den Himmel kommen...

Und wie eifrig weiß die Hündin Religion
zu betteln um ein Stückchen unserer Angst.
Danach erbricht sie Galle und nennt es Absolution
Bevor sie dann auch unsere Seelen verlangt!

Nimmersatt ist ihre blanke Gier
Ungebrochen ebenso ihr Hohn
Und passen wir nicht wirklich gründlich auf,
Dann gebärt vor unseren Augen sie einen zweiten Gottsohn!

Von deiner Verzweiflung nähren sie sich
Wie Aasfresser an einem sterbenden Tier
Und es schürt nur noch mehr ihre Gier,
blutet dein Geist aus nach tödlichen Stich

Ein Gebet, ein Krieg, ein Gott!

Als Symbol ihrer Gewaltherrschaft steht das Kreuz,
an dem nicht nur einer ihrer Lieblinge für sie starb
Denn unter Kreuzen wurden auch weiterhin gerne
Unschuldige brutal gequält und gejagt

Drum hüte dich vor denen,
in denen dieser Trieb zu strafen mächtig ist
Denn was in dir ist, kann nicht in einer Kirche sein...


11-AN DAS MORGENLICHT



Ich erinnere mich an eine Zeit
In einem Wald in herbstlichem Kleid.
Es war Nacht, ich war allein.
Etwas tief in mir schrie, wollte nicht alleine sein.

Regungslos, so saß ich da,
Vor meinem Auge Welten, die nie zuvor ich sah.
Untermalt von Wind gleich einem stöhnenden Chor.
Das Ende schien mir nah, wie der Nebel dem Moor.

Manchmal ergreift mich eine Kälte
Und diese Erinnerungen holen mich ein.
Und mir wird klar: Nichts, was wir leiden,
wird umsonst gelitten sein...

War es nicht das Morgenlicht,
Das mir zeigte, dass die Nacht vorüber war?
War es nicht das Morgenlicht?
Nach einer trüben Nacht wurde der Himmel klar

Ich erinnere mich an ein Gefühl
Alles war so taub und dennoch aufgewühlt.
Es war, als wollten sie auseinanderstreben:
Körper und Seele konnten nicht im Einklang leben.

Sitze hier an einem zugefrorenen See.
Ausgelaugt, die Knochen tun mir weh.
Sitze und blicke in den Wald.
Alles gefroren, bitterkalt.

Nur die Gedanken an Dich -
Sie wärmen mich.


12-URSPRUNG PARADOXON



Die Funken des Feuers
steigen hoch in den nächtlichen Himmel hinauf
und wirbeln umher wie ein rasendes Sternbild,
während das unruhige Licht meinen Schatten
auf der Waldlichtung hin- und hertanzen lässt.

Die Hitze brennt in meinen Augen
bis sie trocken und wund in ihren Höhlen liegen,
so federleicht, als wollten sie meinem Kopf entschweben
und mit dem Luftstrom über den Flammen
sachte schwankend in die Dunkelheit aufsteigen...

Für einen Blick in andere Welten,
während die Hitze meine Gedanken
wie trockenes Laub verbrennt.

Wärst du Blatt, so wäre ich Zweig,
Denn ich habe dich erschaffen
Wärst du Zweig, so wäre ich Ast,
Denn du bist aus mir entsprungen
Wärst du Ast, so wäre ich Stamm,
Mein Übermut hat dich erschaffen
Wärst du Stamm, so wäre ich Wurzel,
Denn du nährst dich nur durch mich...

Meine losgelösten Augen blicken ins All:
Ich betrachte Lichtfäden,
die mit enormer Geschwindigkeit an mir vorüberziehen,
sehe unglaublich intensive Farben und abstrakte Formen,
die mir die Unermeßlichkeit von Raum und Zeit verdeutlichen.

Ich reise an einem Nebelschleier
von unbeschreiblicher Schönheit vorüber:
die restlichen Staubpartikel eines Sterns,
der vor Tausenden von Jahren explodiert sein muss.

Ich entdecke eine rotierende, leuchtende Gaswolke,
die sich zu einem Wasserstoff-Helium-Ball verdichtet
und ein atomares Feuer freisetzt
- die Geburt einer Sonne!

Ich beobachte in Sekundenbruchteilen das Entstehen von Leben
auf einem im All dahintreibenen Staubkorn
- und seinen Untergang.

Ich sehe weitere Sonnen schrumpfen oder explodieren
- weißer Zwerg oder Supernova
zwischen Urknall und Endknall,
zwischen Expansion und Kontraktion,
zwischen Anfang und Ende von Raum und Zeit.

Ich schließe meine Augen...

Wärst du Wurzel, so wäre ich Boden,
Denn ich gebe dir deine Nahrung
Wärst du Boden, so wäre ich Land,
Denn du bist ein Teil von mir
Wärst du Land, so wäre ich Kontinent,
Denn ich bin dir deine Heimat
Wärst du Kontinent, so wäre ich Planet,
Driftest du doch auf meiner Glut...

Meine losgelösten Augen blicken ins Innere:

Ich sehe die Welt wie durch ein Kaleidoskop,
farbig flimmernd und in ständigem Wechsel.
Verschwommen erblicke ich ein faseriges Netzwerk
aus Proteinfäden, bewege mich inmitten von Fett- und Eiweißmolekülen.

Ich durchbreche zusammen mit elektrisch geladenen Teilchen
eine Membran, bewege mich durch Zellplasma hin zum Kern
und erblicke die Riesenmolekülkette der Erbsubstanz.

Ich schieße durch die DNS,
durch Spiralnebel von Molekülen
und blitzenden Elektronenstäubchen.
Und wieder hinaus in das Sternengeflecht
des Universums voll leuchtender Farben.

Ich öffne meine Augen...

Wärst du Planet, so wäre ich Sonne,
Denn ich bin das Zentrum deiner Bahn
Wärst du Sonne, so wäre ich Galaxie,
Denn du bist nur ein Punkt in mir
Wärst du Galaxie, so wäre ich Universum,
Denn du treibst durch meine Weiten
Wärst du Universum,
so wäre ich göttlicher Gedanke
Denn du expandierst im Geiste mir.


12-DIE MACHT DER STILLE


Ich kann mir nicht vorstellen,
dass meine Worte
die Welt verändern könnten.

Denn diejenigen,
an welche ich so viele unausgesprochene
Gedanken richten wollte,
würden mir ohnehin nicht zuhören...

Warum sollte ich also fortfahren?
Es wäre unsinnig.
Es wäre absurd.

Aber es bleibt die Hoffnung,
dass eine Welt aus Lärm und Lügen,
aus Ignoranz und Intoleranz
an der Macht der Stille zerbrechen wird...



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paroles ajoutées par Corwin - Modifier ces paroles

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