|
| CD paru en2000 - Alice In ... |

|
pas de note Vous devez être membre pour déposer une note
1. Furchtbare Herrin (Prolog) 2:28
2. Der Untergang 5:39
3. Desolation 5:37
4. Kains Kinder 5:16
5. Tausende Von Welten 5:52
6. Drei Sind Eins 4:26
7. Elfentanz 5:37
8. Dornen 5:03
9. Eleonores Auge 6:50
10. Von Der Tiefe 5:07
11. Vereint 6:44
12. IV 2:17
13. Das Ende Aller Sehnsüchte 7:16
14. Heimweg (Epilog) 2:02 |
|
|
|
1. Furchtbare Herrin (Prolog)
Gestern gen Abend sprach zu mir meine Stillste Stunde:
das ist der Name meiner furchtbaren Herrin.
Die stillsten Worte sind es, welche den Sturm bringen.
Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, lenken die Welt.
Der Tau fällt auf das Gras, wenn die Nacht am verschwiegensten ist.
2. Der Untergang
Wie kleine Götter so erheben wir uns
über alles, was uns umgibt.
Wie kleine Götter! Doch Feuer und Metall
Zu beherrschen - vermag das nicht nur der Schmied?
Wir maßten uns bereits zu Großes an,
Wollten nicht bloß Eisen sein.
Schürten viel zu hoch die schwelenden Flammen.
Nun brennt die Welt und unsere Seelen schreien.
Dies ist der Untergang - Tanzt zum Untergang!
Und Asche fällt auf uns nieder.
Dies ist der Untergang - Tanzt zum Untergang!
Wieder und immer wieder .
Kleine Götter wollten wir sein,
Den mächtigen Hammer selber führen
übers eigene Eisen, auf dem Amboss der Schöpfung.
Nun bekommen wir ihn aus anderer Hand zu spüren.
Umgeformt sein wird der neue Mensch -
Davor gibt es kein Entfliehen.
Bevor er eine bessere Welt aufbauen kann
Werden Feuerstürme über diese hinwegziehen .
Der letzte Mensch wird sich der Glut ergeben,
Kein Gott wird mehr hören wollen sein jämmerlich Flehen.
Versengte Winde werden seinen Leib packen,
Als Asche in die neue Welt wehen.
Es wird eine ewig scheinende Nacht hereinbrechen.
Rauch und Asche werden den Himmel verdunkeln.
Keine Hand aus menschlichem Gewandt
Kann führen uns heraus aus dem Weltenbrand.
Überkommen wird das Unheil alle Geschöpfe.
Die Apokalypse lauert in der kleinen Götter Köpfe.
Keine Hand aus menschlichem Gewandt
Kann führen uns heraus aus dem Weltenbrand.
So bleibt nur dieses hysterisches Fest zum Untergang.
3. Desolation
Entlaubt sind die Zweige
unter denen eine todeswunde Kreatur aufschreit,
Süchtig danach, die Dunkelheit,
welche sie bereits umgibt, zu durchbrechen
Und ihre Seele inmitten eines lichten Schimmers
aufsteigen zu sehen.
Doch du bemerkst sie nicht.
Ein weiteres Geräusch stürzt durch den Wald:
Ich kann deine Stimme erkennen
Wie einen Donner, der mein Trommelfell zerreisst,
Wie Wind, der mir den Atem nimmt.
Meine Seele verschliesst sich stumm.
Tautropfen fallen gleich Tränen in das Laub.
Du kannst mich nicht hören.
Du bist einfach taub.
Du tanzt deinen grausigen Tanz,
Auf dem Boden deiner Ignoranz.
Wie blasser Mädchen Todesreigen
Vor dem grossen Schweigen.
Eine Erscheinung tritt in den Wald:
Ich kann deine Gestalt erkennen
Wie einen Blitz, der mich erblinden lässt,
Wie Licht, das mir raubt die Sicht.
Meine Seele verschliesst sich stumm.
Tau gleich Blut von Ästen rinnt.
Du kannst mich nicht sehen.
Du bist einfach blind.
4. Kains Kinder
Ich weiß, ich bin kein Kind dieser Sonne,
Doch wandle ich unter ihr.
Könnte ich nur den von ihr verdorrten Boden wieder fruchtbar machen,
Tiefe Furchen mit dem Eisen meines Pfluges ziehen
Und meine Saat aussäen.
Und ernten.
Und Kains Kinder schlagen sich die Köpfe ein.
Und die Gedanken strömen mit dem Fluss in das Meer.
Und Kains Kinder schlagen sich die Köpfe ein.
Die Gebote stehn geschrieben, doch das Blut wiegt schwer.
Ich bin kein Kind dieser Sonne, kein Kind dieser Sonne.
Ihre Angst vor uns, dem Unbekannten,
Das unter ihrer Sonne weilt -
Deshalb verbrannten sie uns, ließen sie uns kreuzigen.
Ich kann die Gesänge hören.
Wo seid ihr?
Ich vermisse euch so sehr!
Was wird sein an dem Tag,
An dem sich der Weizen von der Spreu trennt,
Die Kinder der fremden Sonne von denen dieser?
Was wird bleiben?
Was wird bleiben?
Wir sind friedlich - was seid ihr?
Wir sind friedlich - was seid ihr?
Die Kinder dieser Sonne:
Sie können dieses Leid nicht teilen,
Sind doch sie der Grund dafür...
5. Tausende von Welten
Es ist Winter im Hinterweltwald,
So bitterkalt, dass eine Elfe erfriert.
Ihre langen Haare sind ganz weiß,
Voller Eis - Meister Tod triumphiert.
Wie zum Schlafe, so liegt sie da,
Kalt und starr, aus unserem Kreise genommen.
All ihr Waldkreaturen, schließt euch nun an
Dem Fackelzuge die Hügel entlang ...
Eine Träne wird zu Eis, fällt unscheinbar klein,
Zerspringt an einem Stein in Tausende von Welten.
Bringt heißes Wasser, dann die Spaten!
Lasst uns nicht warten! Der Boden friert nach.
Und während unser Schweigen bricht ein sanfter Gesang
Zuckt ein seltsam Funkeln die Hügel entlang ...
Zu Grabe!
Wie zum Schlafe.
Es ist Winter im Hinterweltwald
Als vom Himmelszelt ein neuer Stern ihn erhellt ...
6. Drei sind Eins
Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, dass diese nahen Tage
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen?
Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als dass man klage:
Dass alles gleitet und vorrüberrinnt.
Und dass mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüberglitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.
Dann: dass ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar
So eins mit mir als wie mein eignes Haar.
Die Stunden! Wo wir auf das helle Blauen
Des Meeres starren und den Tod verstehn,
So leicht und feierlich und ohne Grauen,
Wie kleine Mädchen, die sehr blass aussehn,
Mit großen Augen, und die immer frieren,
An einem Abend stumm vor sich hinsehn.
Und wissen, dass das Leben jetzt aus ihren
Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt
In Bäum und Gras und sich matt lächelnd zieren
Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt.
Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen,
Und Träume schlagen so die Augen auf
Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen,
Aus deren Krone den blass-goldnen Lauf
Der Vollmond anhebt durch die große Nacht.
Nicht anders tauchen unsre Träume auf,
Sind da und leben wie ein Kind, das lacht,
Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben
Als Vollmond aus Baumkronen aufgewacht.
Das Innerste ist offen ihrem Weben;
Wie Geisterhände in versperrtem Raum
Sind sie in uns und haben immer Leben.
Und drei sind eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum.
7. Elfentanz
Diese Träne ist für dich.
Sie ist ein Tropfen aus einem Fluss,
Der ein Gift mit sich führt,
Der durch meine Seele fließen muss.
So stolz wie du dich bewegst,
Den Glanz alter Tage trägst...
Die Klinge meines Dolches ist scharf
Und die Farbe deiner blassen Haut so zart.
Wann immer du an mich denkst,
Wirst du sehen ein Licht.
Dann durchstreift dich ein Teil von mir.
Mein letzer Tanz ist nur für dich.
Enfalte deine Flügel,
Dein Wesen ist so kostbar.
Entfalte deine Flügel,
1.: Du bist die letze deiner Art.
2.: Die Erfüllung deiner Sehnsucht naht.
Sieh das Blut auf deinem Kleid -
Wie es sich von deinem Leib befreit.
Du tanzt deinen letzten Tanz heut nacht,
Danach wird es still.
Ich spüre, da du dich nicht sträubst,
Dem Ruf deiner Ahnen folgst.
Lass mich noch einmal Abschied nehm,
Tief in deine sehnsüchtigen Augen sehn.
Solltest du mich vergessen,
Wäre es unverzeihlich.
Mein Blut wär vergebens vergossen,
Denn mein letzter Tanz ist für dich.
8. Dornen
Warum kann ich nur keine Brücke schlagen
über die Kluft der Ignoranz?
Ich stehe wieder vor dem Abgrund,
Ich bin wieder am Anfang.
Doch würdest du mir deine Hand nur reichen,
Ich könnte sie nehmen und halten.
Eins sein mit dir und der Welt.
Eins sein mit dir und der Welt.
Ich sehe deine Blüte und spüre die Dornen
Ich spüre die Dornen
Warum kann ich nur keine Ausweg finden
Aus diesem Wald der Finsternis?
Ich stehe wieder im Dunkel,
Ich bin wieder am Anfang.
Doch würdest du mir deine Hand nur reichen,
Ich könnte sie nehmen und halten.
Eins sein mit dir und der Welt.
Eins sein mit dir und der Welt.
9. Eleonores Auge
Dieses Auge blickt so tief.
Dieses Auge.
Es sieht so viele Dinge,
Die anderen verborgen bleiben.
Dieses Auge blickt so tief.
Dieses Auge!
10. Von der Tiefe
In der Tiefe liegt der Ursprung allen Lebens.
Sie birgt die Antwort auf alle Fragen.
Die Tiefe - hinab!
Die Tiefe -
In ihr liegen die Vergangenheit, wie auch die Zukunft.
Einst lebten wir alle auf dem Grund der Tiefe.
Doch wir trieben aufwärts, dümpeln nun ziellos an der Oberfläche.
Verloren scheint all das Wissen um unsere Herkunft.
Der Weg führt zurück:
Hinab, in die Tiefe.
Nimm Entwicklung von dem warmen Schleim der Tiefe,
Aus dem Du gekrochen!
Nimm Entwicklung!
11. Vereint
Mein Freund der Weg war lang.
Du bist müde, hast dein Ziel nicht erreicht.
Bleib bei mir, ich gebe dir meine Stimme,
meine Augen, mein Zuhause.
Bleib hier, geh nicht wieder fort.
Lass uns einsam sein, lass uns weinen.
Dann bleibt nur ein Glas.
Die Flüssigkeit funkelt,
Und im Himmel lächelt der Tod.
Trink du zuerst und stirb in meinen Armen.
Ich werde deine Augen schliessen,
deine Hände falten zum letzten Gebet.
Und dann werde auch ich trinken.
12. IV
Zuweilen kommen nie geliebte Frauen
Im Traum als kleine Mädchen uns entgegen
Und sind unsäglich rührend anzuschauen,
Als wären sie mit uns auf fernen Wegen
Einmal an einem Abend lang gegangen,
Indes die Wipfel atmend sich bewegen.
Und Duft herunterfällt und Nacht und Bangen
Und längs des Weges, unseres Wegs, des dunkeln,
Im Abendschein die stummen Weiher prangen.
Und, Spiegel unsrer Sehnsucht, traumhaft funkeln,
Und allen leisen Worten, allem Schweben
Der Abendluft und erstem Sternefunkeln
Die Seelen schwesterlich und tief erbeben
Und traurig sind und voll Triumphgepränge
Vor tiefer Ahnung, die das große Leben
Begreift und seine Herrlichkeit und Strenge.
13. Das Ende aller Sehnsüchte
Es gibt Erinnerungen an dich,
Schön wie der Tod es ist.
Und dort kann auch nur der Ort liegen,
Wo der schmale Fluss der Wirklichkeit
In das weite Meer der Träume mündet.
Hab nie in deine Augen blicken können,
Doch scheint es etwas zu geben,
was ich in ihnen zu sehen glaubte.
Hab nie Deine Haut berühren dürfen,
Doch meine ich, mich an ihre Zartheit zu erinnern.
Sag mir was das ist!
Ist das das Ende aller Sehnsüchte?
Verschwimmen mir Leben und Tod?
Ist das das Ende aller Sehnsüchte?
Strömt hier der Fluss ins Meer?
Hab dir nie eine Blume ins Haar stecken,
Nie mit ihren Blütenblättern deinen Hals streicheln können,
Doch ist mir, als wäre es gerade so gewesen.
Hab nie ein Lächeln auf deinen Lippen erblicken dürfen, sie nie geküsst,
Doch glaubte ich, sie auf den meinen zu spüren.
Sag mir was das ist!
...
Hab dir nie sagen können, was mein Herz erfüllt,
Doch spüre ich Dein Wissen um diese Dinge
Hinweg durch die Weiten, die uns trennen.
Wann kommst du in meinen Arm zur letzten Ruh?
In meinem Herzen bist nur du. Nur du.
Ist der Fluss eines unbeschwerten Lebens nicht ein seichtes Wasser?
Doch es gibt das Meer, gleich dem Tode erhaben und tief.
Der Strom dorthin sollte wie ein ungebrochenes Streben sein.
Liegen doch in der Vereinigung mit der Tiefe
Die Auflösung, die Erlösung - und das Ende aller Sehnsüchte.
14. Heimweg (Epilog)
Wir können nicht einmal erahnen, was wirklich ist.
Sind wir Teil eines primitiven Gedankens,
Der zu Ende gedacht werden will?
Spielt sich unsere scheinbar reale Welt
Nur in einem kranken, im Zerfall begriffenen Geist ab?
Dann gibt es ihn:
Vielleicht sucht Gott seinen Weg heim,
Grinsend, während ihm Wahnsinn und Genialität,
Das Leben und der Tod aus den Augen stechen.
Vielleicht ...
Vielleicht endet aber auch in diesem Moment,
Der für uns eine Ewigkeit scheint, seine geplagte Existenz
Und unser trostloses Dasein ist sein letzter Gedanke
Vor dem endlosen Dunkel...
 paroles ajoutées par Corwin - Modifier ces paroles |